Das Arbeitsfeld für Dozenten, Trainer und Projektkoordinatoren wandelt sich. Es kommen viele Aufgaben hinzu, die einen internationalen Horizont haben. Das Projekt möchte die in diesem Rahmen informell und non-formal erworbenen Kompetenzen anerkannt wissen. Dazu wird ein europäisches System zur Identifizierung, Beurteilung und Anerkennung dieser Kompetenzen erstellt: Eine auf Kompetenzen basierte Qualifikation zum International Development Officer (IDO). Die Anerkennung der Dozenten, Trainer und Projektkoordinatoren für ihre internationale Arbeit, wird ihre Rolle stärken. Das gibt internationaler Kooperation in Universitäten und Ausbildungs- und Weiterbildungsinstitutionen mehr Struktur und Nachhaltigkeit.

Zielgruppe des Projekts

Das Projekt richtet sich an Lehrer, Ausbilder, Dozenten oder Tutoren sowie Projektkoordinatoren und Projektmanager, die in ihrem Beruf international aktiv sind. Das Projekt möchte eine europaweite Lösung für folgende Herausforderungen finden:

  1. Die Rolle von Lehren und Trainern im Bereich der Berufsbildung und Weiterbildung ändert sich: die Internationalisierung der Arbeit erfordert neue Fertigkeiten und Kompetenzen.
  2. Eine wachsende Anzahl von Lehrern und Dozenten steht in der Verantwortung die internationalen Aktivitäten ihrer Organisationen auszubauen und internationale Projekte zu entwickeln.
  3. Eine Vielzahl dafür notwendiger Kompetenzen sind durch informelles und non- formales Lernen im Berufsalltag oder Privatleben erlangt worden. Diese Kompetenzen sind nicht offiziell anerkannt.
  4. Lehrer und Dozenten benötigen Unterstützung in ihrer Arbeit durch die Vermittlung von Kompetenzen, die im internationalen Bereich eine Rolle spielen und sie benötigen eine Möglichkeit zur Bewertung und Anerkennung ihrer durch Erfahrung bereits gewonnenen Kompetenzen.

Projektziele im Einzelnen

  • Berufliche und auf Kompetenzen basierende Qualifikation für einen „International Development Officer“ Lehrer und Dozenten, die mit der Entwicklung und Durchführung internationaler Projekte betraut sind, tragen eine große Verantwortung. Durch informelles und non-formales Lernen haben sie viele Kompetenzen gewonnen, die sie professionell handeln lassen. In ihren formalen Bildungsabschlüssen sind diese Kompetenzen allerdings nicht dokumentiert. Das IDOLearn Projekt möchte die Möglichkeit bieten informell und non-formal erworbene Kompetenzen zu validieren, indem die Qualifikation eines International Development Officers geschaffen wird, die auf Kompetenzen basiert.
  • Verbesserung des beruflichen Status. Durch die neue Qualifikation wird auch die berufliche Stellung eines IDO’s verbessert.
  • Trainingsprogramm. Ein Trainingsprogramm wird entwickelt, in dem die für einen IDO notwendigen Kompetenzen vermittelt werden. So erhält auch ein zukünftiger IDO neue Lernmöglichkeiten, um sich damit besser in seinem Berufsfeld zurechtzufinden und von Beginn an hinsichtlich internationaler Herausforderungen erfolgreich und kompetent zu handeln.
  • Auf Kompetenzen basierende Leistungsnachweise im Trainingsprogramm. Dies ermöglicht den Teilnehmern die eigenen Kompetenzen in reellen Kommunikationssituationen unter Beweis zu stellen. Dazu gehören beispielsweise die Teilnahme an einer Verhandlung zwischen kulturell sehr unterschiedlich geprägten Verhandlungsführern, das Management eines Projektteams oder die Schaffung von Austauschplätzen.
  • Etablierung einer neuen beruflichen Stellung. Die Arbeit eines internationalen Koordinatoren ist facettenreich und beinhaltet eine Reihe unterschiedlicher Verpflichtungen, die vorher noch nicht existiert haben. Der Arbeitsbereich setzt sich aus traditionellen universitären Fächern zusammen, die von Linguistik bis zu Wirtschaftswissenschaften reichen. Ein Universitätsabschluss benötigt allerdings Zeit und ist kostenaufwendig. Hier würde außerdem informal und non-formell gewonnenes Wissen nicht anerkannt.
  • Eine neue Möglichkeit Netzwerke aufzubauen. Das IDOLearn Projekt baut ein Netzwerk auf, das wie eine Expertengruppe zu Fragen internationaler Aktivitäten und interkultureller Zusammenarbeit funktioniert.
  • Weiterentwicklung von Fertigkeiten und Kompetenzen. Ein IDO wird in der Lage sein zu antizipieren oder sich im Austausch mit anderen IDOs klar zu entscheiden, welche Fertigkeiten sie/ er zukünftig benötigt oder ergänzen sollte.

Projektergebnisse

  • Herausfinden was bisher geschah.
    Das Projekt erarbeitet eine Studie hinsichtlich Bildungs- und Weiterbildungsinstitutionen zu folgenden Fragen: Was sind gute Beispiele; welche Art von System zur Anerkennung informeller und non-formaler Kompetenzen gibt es in den Ländern der Projektpartner; welche Lernbedürfnisse und Qualifikationen brauchen International Development Officers. Diese Studie bildet den Ausgangspunkt der Projektarbeit.
  • Erstellung eines Systems das informelles und non-formales Lernen eines IDOs bewerten kann.
    Dieses Projekt möchte eine Methode der Ankerkennung und Validierung von Qualifikationen und Kompetenzen eines IDO erarbeiten. Arbeitnehmer, die hauptberuflich in der Bildung tätig sind und internationale Arbeit ein Bestandteil ihrer Aufgaben bildet haben eine Vielzahl von Kompetenzen durch informelles und non-formales Lernen erlangt. Das Projekt möchte diese Kompetenzen sichtbar machen, indem sie validiert werden.
  • Erarbeitung eines integrierten europäischen Kompetenzmodells für die Qualifikation eines IDO.
    Die erste Priorität des IDOLearn Projekts ist die Erarbeitung einer Qualifikation zum IDO. Personen, die im Bildungsbereich für die Entwicklung und den Ausbau internationaler Kooperationen verantwortlich sind haben in den meisten Fällen kaum oder gar kein spezielles Training genossen, das sie auf ihre Aufgaben vorbereitet. Nichtsdestotrotz haben sie sich dieses Wissen und diese Kompetenzen durch Erfahrung aneignen können. Das Projekt möchte durch den Austausch von Erfahrung und Beispielen guter Praxis hinsichtlich der Identifikation, der Anrechnung und der Anerkennung dieser informal und non-formell gewonnenen Kompetenzen dazu beitragen ein europäisches Kompetenzmodell zu erstellen.
  • Erarbeitung von Tests, die auf Kompetenzen basieren.
    Das Projekt möchte die Standards zur Validierung von informellem und non-formalen Lernen erforschen. Die Weiterentwicklung und Verbesserung der Standards gehört zur Projektarbeit im Rahmen der Erarbeitung der Qualifikation eines IDO. Die Qualität und Glaubwürdigkeit der Standards soll hoch sein und in der Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Ländern vereinbart werden. Diese Arbeit ist von großer Bedeutung, da heutzutage mehr und mehr informelles und non-formales Lernen existiert, für das es keine adäquaten Bewertungsmöglichkeiten gibt.
  • Entwurf eines Pilottrainings und seine Durchführung.
    Um zu testen und zu garantieren, dass die Projektarbeit von hoher Qualität ist wird ein Training entworfen. Die Pilotierung dieses Trainings findet mit 60 Teilnehmern aus Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland und Großbritanniens statt.
  • Verbreitung und Ausnutzung der Ergebnisse.
    Eine der Hauptideen des Projekts ist eine einheitliche und europäische Lösung für die Validierung und Anerkennung informellen und non-formalen Lernens für „International Development Officers“ zu finden. Die Verbreitung und Ausnutzung der Ergebnisse ist dabei zentral, denn nur so werden die Projektergebnisse in dauerhaft umgesetzt.

Motivation für Projekt

  1. Die Stellung der IDOs wird verbessert und die internationale Arbeit bekommt einen höheren Stellenwert in Schulen, Universitäten und weiteren Organisationen.
  2. Die neuen Trainingsmöglichkeiten werden die Zahl der IDOs heben und sie schneller professionalisieren.
  3. In die Ausarbeitung der Qualifikation wird die Meinung von IDOs einfließen.
  4. Ein System, das auf der Anerkennung von Kompetenzen basiert unterstützt das Netzwerken zwischen IDOs aus unterschiedlichen Berufsfeldern.
  5. Die Ergebnisse des Projekts können in ganz Deutschland genutzt werden.

Projektergebnisse

Untersuchungen zu den Berufsfeldern von IDOs.
Es wird untersucht, welches die wesentlichen Kompetenzen für IDOs sind und wie informal und non-formell gewonnene Kompetenzen validiert werden können.

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